Fernreisen / 2026-07-29 10:58 von Noah Brian Von der Idee zur Traumreise: Wie unsere Indien-Reise entstand Das prachtvolle Amber Fort in der Nähe von Jaipur Als der Gedanke an eine Rad- und Schiffsreise in Indien erstmals aufkam, war Jacob nicht sofort überzeugt. Heute zählt die Reise zu den Projekten, auf die er besonders stolz ist. Als Direktor des Inselhüpfen-Büros in Konstanz hat er die Entwicklung der Route über mehrere Jahre begleitet – von den ersten Gesprächen mit Partnern vor Ort über die Erkundungsreisen bis hin zur Pilotreise mit Gästen. In diesem Blog nimmt Jacob uns mit hinter die Kulissen und erzählt, wie aus einer anfänglichen Vision eine außergewöhnliche Reise durch Nord- und Südindien entstanden ist – und warum ihn das Land nachhaltig beeindruckt hat: Tour ansehen: Glanzpunkte Indiens Atemberaubender Sonnenuntergang im südindischen Bundesstaat Kerala Warum ich zunächst skeptisch war Als ich zum ersten Mal von der Idee einer Rad- und Schiffsreise in Indien hörte, war meine erste Reaktion: Kann das wirklich funktionieren? Im Mittelpunkt der ursprünglichen Planung standen die Backwaters von Kerala – eine faszinierende Region mit tropischen Landschaften und traditionellen Hausbooten. Doch genau das ließ mich zweifeln. Kerala ist zweifellos wunderschön. Aber kann eine einzige Region die ganze Faszination Indiens vermitteln? Um das herauszufinden, machten wir uns im November 2023 selbst auf den Weg nach Indien. Im Marari Beach Resort in Kerala lässt es sich wunderbar Entspannen. Geschäftsführer Jacob Ketel auf Erkundungstour mit dem Fahrrad Eine Erkundungsreise, die alles veränderte Gemeinsam mit meinem Kollegen Sil erkundete ich die Backwaters, Hotels, Routen und mögliche Programmpunkte. Schon nach wenigen Tagen war klar: Die Region ist beeindruckend. Das Radfahren macht Spaß, die Landschaft ist einzigartig und die Hausboote bieten eine wunderbare Möglichkeit, Indien aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Doch gleichzeitig wurde uns bewusst, dass wir hier nur einen kleinen Ausschnitt des Landes erleben. Indien ist ein Land der Kontraste. Ein Land voller Farben, Kulturen, Gerüche, Landschaften und Begegnungen. Und genau diese Vielfalt wollten wir unseren Gästen zeigen. Am Ende der Reise stand eine entscheidende Erkenntnis: Kerala allein würde diesem faszinierenden Land nicht gerecht werden. Wenn wir eine Indien-Reise entwickeln, dann richtig. Wir beschlossen, die kulturellen Höhepunkte Nordindiens mit den Naturerlebnissen des Südens zu verbinden. Aus einer Reiseidee wurde plötzlich ein deutlich größeres Projekt. Gemütliches Zimmer im Hotel Fragnant Nature Kochi in Cochin Ein Jahr Planung für zwei außergewöhnliche Wochen Was folgte, war ein Jahr intensiver Vorbereitung. Hotels wurden besichtigt, Routen getestet, Transportmöglichkeiten geprüft und unzählige Gespräche mit Partnern geführt. Schritt für Schritt entstand eine Reise, die Indien von zwei völlig unterschiedlichen Seiten zeigt. Im Norden erleben die Gäste einige der berühmtesten Kulturstätten Indiens: die „Pink City“ Jaipur mit ihren rosafarbenen Fassaden und dem ikonischen Windpalast, das majestätische Amber Fort sowie das weltberühmte Taj Mahal in Agra. Übernachtet wird in sorgfältig ausgewählten, komfortablen Hotels, die einen angenehmen Rückzugsort nach den vielen Eindrücken des Tages bieten. Im Süden verändert sich die Kulisse komplett. Tropische Landschaften, endlose Teeplantagen, die berühmten Backwaters Keralas und drei Nächte an Bord eines traditionellen Hausbootes sorgen für eine ganz andere, entschleunigte Perspektive auf Indien. Mit diesem Konzept haben wir bereits auf unserer Vietnam-Reise sehr gute Erfahrungen gemacht. Es verbindet hohen Reisekomfort mit der Möglichkeit, die enorme Vielfalt eines Landes kennenzulernen – und genau das macht auch diese Indien-Reise so besonders. Als das Programm schließlich stand, luden wir im November 2025 einige unserer Stammgäste zu einer Pilotreise ein. Und ich gebe zu: Ich war nervös. Würde die komplexe Logistik funktionieren? Würde die Kombination aus Nord- und Südindien aufgehen? Würden unsere Gäste begeistert sein? So faszinierend Indien auch mit dem Fahrrad zu erkunden ist – das wichtigste Fortbewegungsmittel des Landes bleibt wohl das Tuk-Tuk. Der Moment der Wahrheit Sechs Gäste aus Deutschland, Kanada und England begleiteten uns auf dieser ersten Reise. Schon nach wenigen Tagen zeigte sich, wie wertvoll eine Pilotreise ist. Die Organisation vor Ort funktionierte hervorragend. Gleichzeitig erhielten wir täglich Feedback unserer Gäste und konnten wertvolle Erkenntnisse sammeln. So stellten wir fest, dass das Programm ursprünglich etwas zu ambitioniert war. Die Tage waren zu voll, und es blieb zu wenig Zeit zum Durchatmen. Gemeinsam entwickelten wir Verbesserungen: Die Reise wurde auf 14 Tage verlängert, zusätzliche Erholungstage wurden eingeplant und die Route umgedreht. Heute beginnt die Reise im Norden bei den großen Kulturhighlights und endet entspannt im Süden – mit Radfahren, Natur und dem Leben auf dem Hausboot. Genau so, wie es unsere Gäste empfohlen haben. Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit des Landes: Der 1648 fertiggestellte Taj Mahal im Bundesstaat Uttar Pradesh Die Momente, die in Erinnerung bleiben Natürlich gibt es Sehenswürdigkeiten, die man nie vergisst. Der Sonnenaufgang am Taj Mahal gehört zweifellos dazu. Fast noch beeindruckender war für mich allerdings der Besuch des Mehtab Bagh am Vorabend. Von diesem ruhigen Garten aus beobachteten wir, wie die untergehende Sonne das Taj Mahal in warme Goldtöne tauchte. In Jaipur begeisterten mich nicht nur die imposanten Paläste, sondern auch die Begegnungen mit lokalen Handwerkern. Besonders faszinierend war eine traditionelle Textildruckerei, in der Stoffe noch von Hand mit Holzstempeln bedruckt werden. Ein ganz anderes Erlebnis bot der Keoladeo-Nationalpark. Hier fand unsere erste Radtour statt – begleitet von einem Ornithologen, der uns die vielfältige Vogelwelt erklärte. Auf den autofreien Wegen begegneten wir Affen, exotischen Vögeln und einer erstaunlichen Ruhe mitten in Indien. Das traditionelle Hausboot gleitet gemächlich durch die Kanäle der Backwaters in Kerala Drei Nächte auf dem Hausboot Einer der Höhepunkte der Reise sind die drei Nächte an Bord eines traditionellen Hausbootes in Kerala. Tatsächlich gibt es einige Gemeinsamkeiten mit unseren Schiffen in Europa: komfortable Kabinen, einen gemütlichen Salon, Sitzplätze im Außenbereich und eine hervorragende Bordküche. Dennoch fühlt sich das Leben an Bord völlig anders an. Und schon nach kurzer Zeit merkt man: Auch das Erlebnis ist ein völlig anderes. Während das Hausboot langsam durch die Kanäle der Backwaters gleitet, ziehen Reisfelder, kleine Dörfer und Entenschwärme vorbei. In den Bäumen hängen riesige Flughunde kopfüber in den Ästen, und sobald die Dämmerung einsetzt, beginnen unzählige Glühwürmchen zu leuchten. Es sind diese stillen Momente, die viele Gäste besonders berühren. Es sind vor allem die Begegnungen mit den Einheimischen, die die Reise unvergessen machen. Begegnungen, die man nicht planen kann Wenn man unsere Pilotteilnehmer nach ihren schönsten Erinnerungen fragt, sprechen viele gar nicht zuerst von Palästen oder Landschaften. Sie erzählen von Begegnungen. Von neugierigen Schulkindern, die die Gruppe herzlich begrüßten, von Gesprächen mit Einheimischen oder von einer Hochzeitsgesellschaft, die spontan Fotos mit unseren Gästen machen wollte. Genau diese ungeplanten Momente machen Indien so besonders. Eine wichtige Umstellung: Links- statt Rechtsverkehr auf den Straßen von Indien. Wie sich Radfahren in Indien anfühlt In Indien kann man erstaunlich gut Radfahren. Die meisten Strecken führen über ruhige Nebenstraßen durch Dörfer, Reisfelder und landwirtschaftlich geprägte Regionen. Unterwegs begegnet man Tuk Tuks, Mopeds, Schulkindern, Wasserbüffeln, Kühen oder Kamelkarren – oft mehr als Autos. Die Etappen sind überwiegend flach und technisch nicht anspruchsvoll, setzen aber ein sicheres Fahrgefühl voraus. Auch bei den Rädern selbst sollte man die Reise mit der richtigen Erwartungshaltung antreten. Wir befinden uns in Indien und nicht in Europa. Die E-Bikes stammen von lokalen Herstellern und entsprechen nicht unbedingt den Standards, die viele Gäste von Bosch- oder Shimano-Systemen kennen. Sie sind technisch zuverlässig, robust und für die Anforderungen der Reise bestens geeignet, gehören aber ebenso zum authentischen Charakter dieses Abenteuers wie die Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Auf den Wasserstraßen Keralas ersetzen Fähren vielerorts Straßen und Brücken. Während der Ernte wird Reis in Kerala oft traditionell in der Sonne getrocknet. Für wen ist diese Reise geeignet? Diese Reise richtet sich an Menschen, die neugierig sind. An Radfahrer, die sich sicher auf dem Fahrrad fühlen und Lust haben, ein Land intensiv kennenzulernen. Indien ist keine klassische Radreisedestination. Es ist ein Land, das überrascht, fordert und begeistert. Wer bereit ist, sich auf neue Eindrücke einzulassen und gelegentlich die eigene Komfortzone zu verlassen, wird mit außergewöhnlichen Erlebnissen belohnt. Wer Indien ausschließlich durch die Fensterscheibe eines Reisebusses erleben möchte, ist hier vielleicht nicht richtig. Wer das Land dagegen mit allen Sinnen erfahren möchte, wird das Fahrrad schnell als eines der schönsten Fortbewegungsmittel entdecken. Jacob Ketel nach erfolgreichem Bestreiten der Reise Mein persönliches Fazit Ja, ich war anfangs skeptisch. Heute bin ich stolz auf diese Reise und dankbar, dass ich ihre Entwicklung begleiten durfte. Indien hat mich immer wieder überrascht: durch die Gegensätze zwischen Nord und Süd, durch die Offenheit der Menschen, durch die Vielfalt der Küche und durch die vielen kleinen Begegnungen, die sich unterwegs ganz von selbst ergeben. Indien wird für uns nie ein Massenprodukt sein. Und genau das macht diese Reise so besonders. Wer sich darauf einlässt, erlebt weit mehr als eine Rad- und Schiffsreise. Er erlebt ein Land voller Kontraste, Gastfreundschaft und Momente, die noch lange nach der Rückkehr nach Hause nachwirken. Haben Sie Lust auf Ihr eigenes Abenteuer? Haben Sie nach dem Lesen dieses Blogartikels Lust auf Ihr eigenes Abenteuer mit Rad und Schiff? Wir beraten Sie gerne persönlich und auf Deutsch – unverbindlich und mit allen Informationen, die Sie brauchen, um Ihre eigene Boat Bike Tour zu planen. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an info@boatbiketours.de oder rufen Sie uns an unter +49 2102 42 0655. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören! Tour ansehen: Glanzpunkte Indiens Zurück
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